A+B Electronic in den letzten 5 Jahren – von Wandel und Entwicklung

Die letzten 5 bis 6 Jahre waren eine bewegte Zeit für A+B Electronic, geprägt vom Wandel, Fortschritt und immer wieder auch Herausforderungen.

Deswegen haben wir uns die Zeit genommen die Jahre Revue passieren zu lassen. Wir lassen dabei diejenigen zu Wort kommen, die es am besten wissen: die Kollegen in den jeweiligen Abteilungen. Sie erzählen eine Geschichte von technischen und strukturellen Neuheiten, mehr Transparenz und Lust auf Veränderungen. Wir geben Ihnen einen Einblick in unsere Prozesse und Strukturen.

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Der Wandel in der Unternehmensstruktur – ein Überblick

Ein Wechsel in der Geschäftsführung führt häufig zu weitreichenden Veränderungen in einem Unternehmen. Wenig verwunderlich also, dass mit Jörg Kiehnscherf, der 2019 als Geschäftsführer auf den geschäftsführenden Gesellschafter Manfred Hartwig folgte, der Fortschritt vorheriger Jahre nicht nur fortgeführt, sondern auch viele neue Prozesse angestoßen wurden. Wie er die letzten Jahre wahrgenommen hat:

Die Veränderungen sind unter anderem eine Reaktion auf boomende Märkte und eine Bauteilknappheit bei den passiven Bauelementen von 2017 bis 2018. Bei den Kunden entstand ein Stück weit Panik und sie bestellten, bestellten und bestellten. Das gipfelte bei uns in einen viel zu hohen Auftragsbestand und verspäteten Lieferterminen bis weit in das Jahr 2019. Durch unzureichende Strukturen haben Kommunikation und Verlässlichkeit in unseren Kundenbeziehungen in dieser Zeit stark gelitten. Um der Situation Herr zu werden gab es neben Veränderungen in der Organisation auch umfangreiche Anpassungen in der Produktion, die zu einer höheren Kapazität führten. Dazu ein modernes ERP-System, das vom Einkauf, über den Wareneingang bis in die Produktion die Prozesse verbinden und überprüfen kann.

Das ist schon etwas länger her als 5 Jahre, aber 2015 haben wir in eine neue Produktionshalle investiert. Eine räumliche Erweiterung, um als Unternehmen weiter wachsen zu können. Für uns gab es also schon einige große Sprünge zur Schaffung neuer Kapazitäten. Und wir haben noch einige Ideen für die nächsten Schritte. Auf lange Sicht sind wir so viel besser in der Lage alle Kundenbedürfnisse zu decken.

Zudem arbeiten wir seit 2019 auch stark daran, wieder offener mit den Kunden zu kommunizieren. Das Zauberwort ist hier Transparenz und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit steht immer im Vordergrund. Bei A+B Electronic findet insgesamt ein Umdenken statt. Mit den neuen Prozessen können wir deutlich flexibler agieren und auch auf Herausforderungen, wie die Situation mit Covid-19 und die neuerliche Bauteilknappheit, besser reagieren.

„Wir sind jetzt auf einer Basis, wo wir viel mehr Transparenz haben, wo die einzelnen Abteilungen viel mehr aufeinander abgestimmt sind und wir viel besser auf Veränderungen reagieren können.“

Jörg Kiehnscherf
Geschäftsführer
A+B Electronic

Wie wir als EMS-Partner Ihre Projekte verwirklichen

„A+B Electronic ist für uns ein wertvoller Partner, der uns wirklich nachhaltig geholfen hat, die richtigen Produkte zu kreieren und den richtigen Weg einzuschlagen.“

Alexander Hahn, CEO Deutsche Lichtmiete AG 

„A+B Electronic ist ein zuverlässiger und vertrauensvoller Partner, mit dem wir schon viele Jahre sehr gute Geschäftsbeziehungen führen.“

Manfred Meereis, Plasmatreat GmbH

Der operative Vertrieb – flache Hierarchien, Teamgeist und mehr Kommunikation

Im operativen Vertrieb hat Oliver Rauh seit Dezember 2018 die Leitung bei A+B Electronic. So ordnet Herr Rauh die letzten Jahre ein:

Ich bin schon seit 2011 bei A+B Electronic, hab hier meine Ausbildung gemacht und schon einige Veränderungen miterlebt. Was besonders im Gedächtnis geblieben ist, sind die strukturellen Veränderungen. Im operativen Vertrieb wurden die technischen Aspekte viele Jahre lang eher stiefmütterlich behandelt. Als Frau Teichmann und ich im Dezember 2018 die Leitung des operativen Vertriebs übernahmen, hat sich das geändert. Denn nun findet eine zielgerichtete Teilung zwischen kaufmännischen und technischen Themen im Vertrieb statt. Dadurch können Kundenanfragen besser zugeordnet und beantwortet werden – eine starke Verbesserung in der internen und externen Kommunikation.

Gerade im Vertrieb bietet auch das neue, branchenspezifische ERP-System große Vorteile. Über das System lassen sich Kapazitätsplanungen abbilden, Durchlaufzeiten werden berücksichtigt, Arbeitsschritte geplant. Wann kommt das Material an, wann geht es in die Produktion, in welchem Prozess befinden wir uns? Das ist ein großer Schritt für A+B Electronic und hat uns definitiv im positiven beeinflusst.

Die Hierarchien sind in den letzten Jahren außerdem flacher geworden. Jeder Mitarbeiter bekommt auf diese Weise mehr Entscheidungsfreiheiten, aber auch Verantwortung. Dass das für ein positives Klima im Unternehmen sorgt, zeigt die niedrige Fluktuation. Insgesamt profitieren wir sehr von unserem guten Team.

„Wir waren 25, als Frau Teichmann und ich 2018 die Leitung des operativen Vertriebs übernahmen. Das war eine riesige Herausforderung, aber auch eine tolle Chance. Und es ist so, man wächst mit seinen Aufgaben.“

Oliver Rauh
Leiter operativer Vertrieb
A+B Electronic

A+B Electronic im Jahr 2020

140

Mitarbeiter

720

Kundenprojekte

1,3 Mio.

gelieferte Baugruppen

127 Mio.

verbaute Bauteile

Veränderungen im kaufmännischen Bereich – neue Tools mit großer Wirkung

Sven Kapmeyer ist seit Januar 2020 die kaufmännische Leitung bei A+B Electronic. Zuvor war er lange Jahre als Controller im Unternehmen. Seine Einschätzung der letzten Jahre:

In den letzten Jahren haben wir z.B. Prozesse zur Erstellung von Angeboten weitestgehend automatisiert. Mit dem BOM Connector können wir Kundenstücklisten schneller aufbereiten, Angebote einholen und erste Preiskalkulationen vornehmen. Jedes Unternehmen hat da unterschiedliche Bezeichnungen und Artikelnummern. Jeden Part einer Stückliste händisch zuzuordnen ist sehr zeitaufwendig. Das konnten wir definitiv optimieren.

Wir sind durch die Anbindung eines Tools für die Materialwirtschaft außerdem in der Lage Engpässe und Auffälligkeiten in unseren Lieferketten frühzeitig zu erkennen. Wir sehen beispielsweise wenn Material zu spät kommt und können direkt reagieren. Auf diese Weise lassen sich Lücken in der Lieferkette zeitnah erkennen und schließen, bevor es Probleme in der Fertigung gibt.

Das sind alles Dinge, von denen die Kunden direkt gar nicht so viel mitbekommen, die die internen Prozesse aber deutlich flüssiger ablaufen lassen. Und so profitieren schlussendlich alle davon: Lieferanten, A+B Electronic und auch unsere Kunden.

„Bei den Wachstumsraten in der Branche haben wir früh reagiert und auch im kaufmännischen Bereich unsere Prozesse optimiert und verschlankt.“

Sven Kapmeyer
Kaufmännische Leitung / Prokurist
A+B Electronic

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Die Produktion – von technischen Neuheiten, Lagerkonzepten und einem Strukturwandel

Kristin Teichmann und Rolf Haake sind ein Team in der technischen Leitung bei A+B Electronic. Im Februar 2020 wechselt Frau Teichmann aus der Leitung des technischen Vertriebs in die technische Leitung der Fertigung. Für Herrn Haake steht ihr Wechsel stellvertretend für einen generellen und positiven Strukturwandel bei A+B Electronic. Sie erzählt von den vielen Veränderungen der Produktion:

In den letzten Jahren haben wir bei A+B Electronic viele leitende Positionen mit jungen Leuten besetzt. Das machte auch hier in der Fertigung Sinn. Herr Haake kann so seine Erfahrung und sein Wissen weitergeben und ich selbst kann neue Ideen einbringen. Wir arbeiten hier im Team.

Der Wechsel war für mich genau die richtige Entscheidung, denn ich wollte schon länger wieder in Richtung Technik. Wir konnten zum Beispiel Bereiche wie die technische Projektbearbeitung ausbauen. Hier haben wir alle Fachleute für die technischen Fragen der Kunden sitzen. Die Kommunikation zwischen Vertrieb und Fertigung hat sich durch die Trennung des kaufmännischen und technischen Bereiches deutlich vereinfacht. Auch die Qualitätssicherung habe ich ausgebaut, sodass wir unseren Fokus jetzt stärker auf das Qualitätsmanagement und die Kontrolle setzen. Im Prüfmittelbau wiederum haben wir die kreativen Denker sitzen, die eher ‚out of the box‘ denken und sich Speziallösungen einfallen lassen. 

Hier hören die Veränderungen aber noch nicht auf. Denn seit Mitte 2020 wird auch an der Umsetzung eines Lagerkonzeptes gearbeitet. Auf diese Weise sollen die Arbeitsabläufe im Wareneingang und Lager bei A+B Electronic optimiert werden. Ein Bauteil-Röntgen-Zähler sorgt für weniger Fehlmaterial im Lager, ein Wareneingangstisch sorgt für eine bessere Traceability und Kontrolle der Lieferungen. Wir sorgen für automatisierte Abläufe. Denn das macht unsere Prozesse schneller und sicherer. So minimieren wir Fehlerquellen und können frühzeitig Material nachbestellen.

Zusätzlich wird an der Verbesserung der Kapazitäten in der Produktion gearbeitet. Dazu tragen unter anderem die Neuzugänge im Maschinenpark bei:

Neben den Schablonendruckern haben wir im Bereich der SMD-Bestückung auch unseren Jet-Printer MICRONIC MY700JP. Dieser trägt die Lötpaste vor der Bestückung ohne den Einsatz einer Schablone auf die Leiterplatten auf. Das ist schneller und flexibler, denn Schablonen müssen für jeden Auftrag hergestellt werden. So können wir Prototypen und 0-Serien mit dem Jet-Printer für Sie löten, bevor wir in die Serienfertigung mit Schablone gehen.

Eines der Highlights unserer SMD-Linien: der Bestückungsautomat Fuji 7x NXT2. Zwischen dem Aufbringen der Lötpaste im Jet-Printer oder Schablonendrucker und der Lötung im Reflow-Ofen kommt natürlich die Bestückung. Unsere neue Hybrid-Bestückungsmaschine ist da besonders schnell, sicher und präzise in der Platzierung von SMD-Bauteilen.

Wie der Name schon sagt, wird beim Dampfphasenlöten zur Erwärmung der Baugruppe mit Dampf gearbeitet. Eine nicht leitende und stabile Flüssigkeit, auch Galden genannt, wird bis zu ihrem Siedepunkt erhitzt. Auf diese Weise bildet sich Dampf. Die Baugruppe wird in den Dampf getaucht und über die Kondensationswärme gleichmäßig erwärmt. Der Vorteil des Verfahrens: An jeder Stelle des Bauteils herrscht dieselbe Temperatur, egal wie groß die Bauteile sind. Und so entsteht ein besonders einheitliches Lötergebnis.

Mit der Selektivlötmaschine der neuesten Generation können wir die THT-bestückten Leiterplatten schnell und flexibel löten. Die Lötstellen werden nur auf definierten Punkten der Leiterplatte aufgebracht, im Gegensatz zu der Wellenlötung. Durch einen integrierten CAD-Assistenten können die Lötprogramme offline erstellt werden, um dann an der Anlage schneller gewechselt werden.

Mithilfe von AOI-Systemen werden Leiterplatten optisch auf Fehlerstellen überprüft. Es gibt aber auch Bauteile mit verdeckten Anschlüssen. Diese prüfen wir mithilfe unseres Röntgensystems YXLON Cheetah. Die Lötstellen in den Baugruppen werden durchleuchtet und die korrekte Verbindung der Lötpunkte gecheckt. So werden unsere Qualitätsprozesse massiv verbessert und kaum einer Fehlerstelle hat dann noch eine Chance.

„Eigentlich sind wir hier in der Produktion im kontinuierlichen Wandel. Es verändert sich ständig irgendetwas, von den Strukturen bis hin zur technischen Ausstattung.“

Rolf Haake
Technischer Leiter / Prokurist
A+B Electronic

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